Beschäftigung, Arbeit und Ausbildung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 17. März 2016, 18:40 Uhr

Die Beschäftigung, eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle tragen ganz wesentlich zur Integration von Flüchtlingen und Migranten bei. Die Rechtslage ist allerdings komplex. Für Arbeitgeber hat die Bundesagentur für Arbeit eine Broschüre erstellt, die unter folgender Adresse abgerufen werden kann: https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Unternehmen/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI776950

Für Praktika und Hospitationen gibt es ebenfalls einen Leitfaden: http://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mjc3/~edisp/l6019022dstbai772426.pdf

Die bundesweite zentrale Service-Rufnummer für Arbeitgeber ist die 0800 4 5555 20 (aus dem deutschen Festnetz kostenfrei) – Stichwort: „Asylsuchende“.

Auf Grund der komplexen Rechtslage kann es sich für Arbeitgeber anbieten, sich bei der Einstellung unterstützen zu lassen, damit die richtigen Formulare richtig ausgefüllt werden und Verzögerungen und Missverständnisse vermieden werden. Unterstützung bieten in der Regel Handwerkskammer oder IHK vor Ort. Darüber hinaus gibt es oft noch weitere Anbieter und Projekte vor Ort.

Jobbörse für Geflüchtete und Arbeitgeber

Eine Jobbörse, die sich speziell an Arbeitgeber richtet, die Geflüchtete einstellen möchten, findet sich unter http://www.workeer.de


Ausbildung von Flüchtlingen für Pflegeberufe

http://welcome-center-sozialwirtschaft-bw.de/fluechtlinge-in-ausbildung/


Integration und Begleitung am Arbeitsplatz

Ist ein neuer Mitarbeiter gefunden, so gilt es diesen im Unternehmen zu integrieren.

Dafür haben sich folgende Maßnahmen bewährt:
- Umfassende und strukturierte Einarbeitung
- Mentor / Ansprechpartner im Unternehmen (nicht direkter Vorgesetzter)
- Information der Beschäftigten
- Vermittlung bei Missverständnissen / Konflikten
- Weitergabe von positiven Erfahrungen
Weitergehende Informationen über die Integration am Arbeitsplatz gibt es z.B. unter http://www.kofa.de/handlungsempfehlungen/unternehmen-positionieren/willkommenskultur
Der Willkommensleitfaden zeigt auf, wie Unternehmen ihr Team durch die gezielte Rekrutierung und Integration internationaler Fachkräfte verstärken können.[1]

Publikationen der Modellprojekte im Handlungsfeld "Berufsbezogenes Deutsch"

Siehe hier Sprache und Kommunikation

1,05 Euro Jobs im öffentlichen und gemeinnützigen Bereich - Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge, gem. § 5 AsylbLG

Kommunen und gemeinnützige Einrichtungen können Asylbewerbern Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung stellen, sofern die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde.

Projekt: „Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge, gem. § 5 AsylbLG [2]

„… Im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd ist man allerdings schon viel weiter. Dank dem intensiven Engagement von Oberbürgermeister Richard Arnold und vielen Mitstreitern in der städtischen Verwaltung versucht man dort seit gut zwei Jahren, Asylbewerber durch gemeinnützige Arbeiten in der Gemeinde zu beschäftigen. Damit gebe man ihnen auch die Möglichkeit, sich zu integrieren, meint Arnold. Es gehe um Teilen und Teilhabe. Auch könnten die Asylbewerber ihre Deutschkenntnisse durch täglichen Gebrauch verbessern. Die Gemeinde hilft bei der Vermittlung von Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Von den derzeit 300 in der Kommune lebenden Asylbewerbern und Flüchtlingen leisten mehr als 40 Prozent freiwillige Arbeitseinsätze in der Stadt. Die Resonanz auf solche Angebote sei bei den Asylbewerbern sehr positiv, berichtet Rodrigues aus Kamerun, der Feinmechaniker lernen möchte. Sein Kollege Baba aus Gambia stimmt ihm zu. Seit dem Frühjahr arbeiten sie zusammen mit 63 weiteren Asylbewerbern und fast 1000 anderen Ehrenamtlichen bei der Landesgartenschau mit. «Herumsitzen ist blöd und macht krank», sind sich die beiden einig.“ [3]

Nachmachen des Projekts: „Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge, gem. § 5 AsylbLG“
• Koordinationsstelle einrichten
• Arbeitsgelegenheiten akquirieren bei staatlichen, kommunalen und gemeinnützigen Trägern, wobei die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde
• Asylbewerber aus Aufnahmeeinrichtungen für die Arbeit finden
• Vergütung der Arbeitsgelegenheit mit 1.05 Euro / Std.
• Möglichst Nachweis für Asylbewerber erstellen, damit diese bei späteren bewerbungen ihre Kenntnisse und ihr Engagement nachweisen können
• Ggf. Fähigkeiten und Interessen des Asylbewerbers ermitteln
Weitere Informationen:
http://www.schwaebisch-gmuend.de/5402-Arbeitsgelegenheiten_fuer_Fluechtlinge.html
Leitfaden zur Bereitstellung von Arbeitsgelegenheiten im Freistaat Sachsen https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/24702

Beispiele für die Beschäftigung / Ausbildung von Asylbewerbern

Artikel über die Ausbildung in einer Großbäckerei
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/ulmer-baeckereibetrieb-so-sieht-integration-aus-13825439.html

Mohammeds weiter Weg zur Festanstellung - Ein artiekl über ein Arbeitsmarktintegrationsprojekt in München http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/projekt-in-muenchen-zeigt-wie-muehsam-es-ist-fluechtlinge-in-arbeit-zu-bringen-13838228.html

Niederschwellige Beschäftigungsprojekte für alle Flüchtlinge

Projekt: „HuT - Lernwerkstatt für Flüchtlinge“ HuT-Lernwerkstatt bietet Flüchtlingen die Möglichkeit einfache handwerkliche Tätigkeiten zu lernen und sich für den Arbeitsmarkt (in Europa oder den Heimatländern) zu qualifizieren.

• unabhängig von Herkunftsland, Fluchtgrund und Aufenthaltsstatus
• auf freiwilliger Basis
• kostenlos für Staat, Flüchtling
• ohne Sprachhürden (Vormachen, Nachmachen, Üben)
• drei Nachmittage die Woche a 4 Std.
• ein Zertifikat nach 3 Monaten Teilnahme
• mit gespendeten Materialien und Werkzeugen
• mit Abgabe der gefertigten Produkte kostenlos an gemeinnützige Vereine
Nachmachen des Projekts: „Lernwerkstatt für Flüchtlinge“ • Einen geeigneten Raum kostenlos zur Verfügung stellen
• Ehrenamtliche (z.B. Handwerker, Berufsschullehrer) finden, für das „Anlernen“ und die Koordination
• Unterstützung bei der Spendengewinnung für Werkzeuge und Material
• Positive Pressearbeit
• Ggf. in Zusammenarbeit mit einem Repair-Cafe

Weitere Informationen: http://www.lernwerkstatt-hut-für-flüchtlinge.de


Bewerbermesse speziell für die Zielgruppe

Projekt: „Recruitingbazar“ – um Arbeitgebern die Fülle der großenteils ungenutzten internationalen Kompetenzpotenziale aufzuzeigen Treffpunkt für Arbeitgeber und Arbeitssuchende, insbesondere mit Migrationshintergrund. Im Recruitment-Bereich haben die Besucher Gelegenheit, mit Arbeitgebern von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, Kontakte zu knüpfen und sich sogar schon um Stellen zu bewerben Angebot:
• 70–80 Aussteller präsentieren sich während des Basars
• Neueinstellung
• Arbeitgeber, die nach Personal suchen
• Ausländische Zeugnisse und Berufsabschlüsse
• Information über höhere Bildung sowie Erwachsenenbildung
• Informationen für Interessenten, die sich selbstständig machen wollen
Nachmachen des Projekts: „Recruitingbazar“
• (Überregionale) Vernetzung mit IHK / HWK, Arbeitsagentur, Bildungseinrichtungen, Behörden, etc.
• Bereitstellung einer attraktiven Räumlichkeit
• Suche nach Arbeitgebern, die Personal suchen und einen Stand auf der Messe buchen möchten
• Suche nach weiteren Ausstellern
• Bewerbung des „ Recruitingbazars“ bei potenziellen Teilnehmern
• (Mit-)Finanzierung durch Standgebühren und Sponsoring
Weitere Informationen:
http://www.bazar.nu/Sv/Pages/deutsch.aspx
Brand eins 4/2006 „Integration in Schweden“ https://www.brandeins.de/uploads/tx_b4/046_soziale_innovation.pdf

Projekt: „Förderung von Existenzgründungen durch Migranten“

Konzept: • Unterstützung von Migranten bei der Existenzgründung
• (Mit-)Entwicklung von Konzepten
• Unterstützung bei Businessplan und Finanzierung
• Laufendes Coaching in der Anfangsphase
• Vernetzung von Existenzgründern / Betreibern
Nachmachen des Projekts: „Förderung der Existenzgründung durch Migranten“
• Projektkoordinator suchen (ggf. auch Ehrenamtlich) und mit Büro, Telefon, PC ausstatten
• Ehrenamtliche „Business-Angels“(z.B. Unternehmer / Banker im Ruhestand) finden
• Angebot auf die Zielgruppe Migranten zuschneiden
• Vorstellung des Angebot bei gründungsinteressierten Migranten
• „Marktplatz“ zur Vernetzung der Existenzgründer untereinander sowie mit anderen Unternehmen schaffen
• Laufendes Coaching in der Anfangsphase sowie bei Problemen sicherstellen
Weitere Informationen: http://www.zeit.de/2012/41/Migranten-Beratung-Horst-Pabst
https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Pressematerial/Themen-kompakt/Gründungen-durch-Migranten/

Projekt der HWK